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Test your Resolve

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=OGRIyQY-WmI

Um mal einen „Blick über den Tellerrand“ zu werfen, haben wir uns zusammen gesetzt und ein MEP mithilfe von Davinci Resolve von Blackmagic Design editiert.

Das Programm hat gegenüber den übrigen Alternativen den großen Vorteil, kostenlos verfügbar zu sein.

Download Davinci Resolve

  • Im professionellen Bereich wird es vor allem wegen der ausgezeichneten Möglichkeiten zur Farbanpassung verwendet.
  • Mit „Fusion“ ist außerdem ein mächtiges Werkzeug zum Erstellen aufwendiger Kompositionen mit an Bord (auf Wunsch sogar in 3D).
    Lediglich die Node-Basierte Arbeitsweise braucht gegebenenfalls etwas Eingewöhnungszeit.

JadeCharm, Sojiro, Pic4Arts, VideoBeats, Cenit, ceddic
waren die Leidtragenden, deren Erfahrungsberichte ihr bestimmt hier im Forum werdet nachlesen können.

Song: Reol – 「第六感 / THE SIXTH SENSE」

Vollständige Credits

Kommentare

  1. Avatar for Cenit Cenit says:

    War ne super Idee! Vielen Dank @ceddic fürs Organisieren und Antreiben. Gerne hätte ich mich mehr mit dem Programm beschäftigt, aber der eigene Schweinehund und anderweitige Interessen und Verpflichtungen, nebst Ideenarmut, waren Anfangs große mentale Hindernisse. Das Arbeiten mit den Nodes empfand ich als spannend, aber es geschah eher nur Oberflächlich. Gerne hätte ich mehr versucht. Ganz aufgeben möchte ich Davinci daher noch nicht, aber ein Anlass für ein neues Projekt fehlt zunächst. Falls die neusten Vegas Pro Versionen mich auch weiterhin enttäuschen könnte ich mir den Wechsel zu Davinci daher gut vorstellen.

  2. Über’n Tellerrand: Wie kann ich diese Idee nicht gut finden? Hab ja selbst oft propagiert mal alternative Videobearbeitungs-Software zu beleuchten. Schön, das im Rahmen dieses MEPs machen zu können.

    Arbeitseindrücke

    Auffällig ist der ins Programm integrierte Workflow, den man durch die Tabs auch zu jederzeit sieht:
    Media > Cut > Edit > Fusion > Color > Fairlight > Deliver

    In Media managet man die Source-Dateien und generierten Elemente, in Cut macht man den Rohschnitt, in Edit den Detailschnitt, in Fusion passiert die Magie (Effekte und Nodes), in Color findet sich ein globales Farbmanagement, in Fairlight findet sich Audiomanipulation und unter Deliver rendert und exportiert man die Früchte seiner Arbeit.

    Ich selbst hab nicht wirklich die Vorteile von Cut ggü. Edit verstanden. Edit kommt mir in allen Belangen wie die mächtigere Version von Cut vor ohne Simplizität einzubüßen.

    In Fusion kann man mit Hilfe von Nodes und Keyframes in eigenen Kompositionen komplexere Effektkonstrukte und Animationen bauen. Ich persönlich mag die Logik von Nodes und kannte das bereits von 3D-Software, wie z.B. Blender. Auch cool ist, dass die Fusion-Compositions in der globalen Timeline verortet sind, und somit Timing (auf Musik z.B.) einfacher möglich ist. Nodes ersetzen komplett die Logik, die man ggf. aus der Adobe-Welt kennt, die auf Ebenen und PreComps basiert, und ist wohl der größte Teil der Umgewöhnung.

    In Color kann man für die gesamte Timeline, Clip für Clip sehr detaillierte Farbanpassungen durchführen. Das lässt sich mit Nodes und Keyframes verfeinern. Es ist sehr komfortabel die komplette Timeline in Sachen Farbe durchgehen zu können. Lediglich für kleinere, kurzfristigere Anpassungen kam mir das alles etwas hakelig vor.

    Deliver ist funktional und lässt die Timeline im gewünschten Format erwartungsgemäß ausgeben.

    Fazit

    Das größte Manko in meinen Augen ist die mangelnde Anpassbarkeit der einzelnen Werkzeuge. So gibt es zwar dedizierte Zwei-Monitor-Setups, aber zu keiner Zeit hatte ich das Gefühl meine Arbeitsflächen an der Stelle haben zu können wo und wie ich sie gerne hätte. Also muss man mehr oder weniger die vorgegebene Anordnung akzeptieren.
    Ansonsten gibt es Eigenheiten, die sich mal erfrischend, mal nervenzehrend handhaben lassen. Gegen Ende des Projekts konnte ich definitiv feststellen, wie sich manche Denkweisen und Lösungswege auf die Arbeitsweise angepasst haben.
    Am Ende des Tages sind mehr kompetente Alternativen, und in diesem Fall sogar kostenlose, immer zu begrüßen und hoffentlich färben manche Dinge auch auf die Adobe-Welt ab (und umgekehrt).

    Am meißten Spaß hatte ich damit, die Eigenheiten von DaVinci Resolve zu erkunden und sich ständig darüber auzutauschen. Auch schön anzusehen war: Wenn man jemanden über einen mentalen Roadblock geholfen hat, weil man etwas selbst schon durchschaut hat, dann war derjenige im Anschluss in der Lage dem nächsten weiterzuhelfen.

    Das is alles was mir gerade einfällt :heart:

  3. Ich habe mich vermutllich am wenigsten ausführlich mit Davinci Resolve beschäftigt, aber Ich teile auch kurz meine gesammelten Eindrücke mit.

    Ich tat mir anfangs etwas schwer, den Workflow beizubehalten, bzw. mich erstmal dran zu gewöhnen. Mir hat sich nicht ganz erschlossen, warum Ich jetzt für diese oder jene Aufgabe einen Tab vor/zurück wechseln muss. Und nicht selten hab Ich mir die Timeline zerschossen weil Ich im falschen Tab die falsche Action ausführen wollte. :sweat_smile: Allgemein von der Usability her sind manche Sachen nicht so gelöst, wie sie für mich sinnvoll erschienen, bzw. wie Ich sie aus anderen Tools gewohnt war. Aber bei aller Fairness dem Tool gegenüber muss Ich sagen, dass Ich da vermutlich etwas festgefahren bin und mich nicht gerne so grundlegend umgewöhnen würde. Aber: Ich hab am Ende einen fertigen MEP Part aus dem Tool heraus bekommen ohne, dass Ich irgendwo allzu verzweifelt hängen gelieben bin. Ich habe keine Abstürze erlebt. Resolve bietet viele Dinge und Möglichkeiten, die andere Tools auch bieten.

    Mein Fazit des Ganzen: Resolve ist vermutlich ein super Tool, wenn man in Editing einsteigen möchte oder kein Geld für eine Software ausgeben möchte. Man kann auf jeden Fall viel damit tun. Preis-Leistung ist somit top! Wenn man den ganzen Funktionsumfang des Tools im Griff hat, kann es ja sogar sein, dass es einen komplett zum umsteigen bewegt. Ich arbeite mich jedoch derzeit noch in Adobe Premiere ein und muss sagen, dass mir dort das Einlernen wesentlich leichter fällt, weil manche Dinge dort nach Schema-F funktionieren, welche auch in Sony Vegas ähnlich/gleich funktionieren. Von dem her bleibe Ich persönlich lieber bei Schema-F :upside_down_face:

  4. Zu Edit:
    Mit dem Edit-Modus lies sich das Projekt gut schneiden. Meiner Meinung nach geht es sogar einfacher als in Premiere.

    Das größte Problem sah ich darin die Keyframes zu finden. Oft sind Menüs unter kleinen Buttons versteckt, die man erst sieht, wenn man auf der Timeline auf den Clip stark ranzoomed.

    Die Effekte hingegen sind ein großes Plus im Vergleich zu Premiere oder Vegas. Die meisten Effekte haben sich passend angefühlt ohne viel an den Reglern zu drehen. Außerdem ist die Vorschau der Effekte echt cool gelöst. Man sieht praktisch wie der Effekt auf der Timeline aussehen würde, wenn man über ihn mit der Maus hovert.

    Zu Fusion:
    Ich finde das Node-System nicht wirklich passend wenn man nicht in 3D arbeitet. Man muss jedes mal einen Denkspagat hinlegen welcher Pfeil wohin rein muss, damit ein Layer über dem anderen angezeigt wird. Beim Layer System von After Effects wirkt alles logisch. Der oberste Layer wird immer zuerst angezeigt. Im Node System musst man aber auf Farbe der Pfeile achten und das wird dann schnell sehr unübersichtlich, wenn man mehrere Objekte, Masken, Transformationen, etc. in einer Szene benutzen will. Für mich ist es nicht logisch, dass der grüne Pfeil bedeutet, dass alles was damit verbunden wird über dem gelben Pfeil ist und dass die Masken in den blauen Pfeil müssen. Klar kann man das lernen und sich angewöhnen, viel mit Logik hat das aber nicht zu tun.

    Außerdem ging mein PC in die Knie als ich eine komplizierte Vektordatei in Fusion platziert habe, weil das Programm für jeden Knoten eine Merge-Node erstellt hat. Das hat dazu geführt, dass über 4000 Merge-Nodes erstellt wurden und diese in der Arbeitsfläche angezeigt wurden. Das hat mein Laptop dann nicht mehr mitgemacht und ich musste ihn neu starten (über 10 GB Arbeitsspeicherauslastung).

    Ein weiteres Problem sah ich darin mehrere Frames in einem Clip zu maskieren. Ich hab nicht wirklich durchgeblickt, wie man das am besten in Fusion lösen soll und musste mir eine Notlösung überlegen. Die bestand darin, den Clip, den man maskieren will, in einzelne Frames in Edit zu zerschneiden und dann Frame für Frame in Fusion zu gehen, um es dort zu maskieren. Das hat dazu geführt, dass man jedes mal zwischen Edit und Fusion wechseln musste, wenn man an einzelnen Frames was ändern wollte. (Nervig)

    Leider Hab ich das Coloring-tool nicht ausprobieren können, da mir die Deadline im Weg stand.

    Fazit:
    Wer kein Problem darin sieht sich ein seltsames Node-System für lineares Video-Editing anzueignen, go for it. Aber wer es lieber übersichtlich und logisch mag, dem würde ich Premiere/After Effects empfehlen.

  5. Hab noch paar Geistesblitze archiviert: