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Montags-AMV: Kino – Daughter Of The Gun

Diese Woche präsentieren wir euch Kino: Daughter Of The Gun von dem US-amerikanischen Editor JudgeHolden.

Als ich 2006 ernsthaft begann, mich mit dem Thema AMVs auseinanderzusetzen, fand ich relativ schnell meinen Weg zu A-M-V.org. Mit der Website, welche schon damals nicht besonders einsteiger freundlich war, kam ich jedoch nach ein paar Anläufen gut zurecht und begann sogleich, alles zu konsumieren was grade hip und trendy war. Unter den ersten ~50 AMVs die ich lud war Kino: Daughter Of The Gun. Da ich selber Motorradfahrer bin war mir der Anime sofort sympathisch. In dem AMV wurde geschossen, also stimmte wohl auch die Action. Es gab Momente mit Drama und Mord also war der Anime bestimmt auch spannend. Und generell verstand ich die Story im AMV. Ich musste den Anime also sofort sehen und kaufte mir die DVDs.

Die Pointe zu diesem Aufbau soll jetzt nicht sein, dass der Anime schlecht war. Ist er nicht. Im Gegenteil, ganz großes Kino *ba dum tss*. Aber wo mich das AMV überraschen konnte war der unerwartete andere Aufbau der Serie. Es war nicht die dramatische Geschichte über Rache in einer post-apokalyptischen Zukunft. Im Anime ging es einfach um einen Reisenden, dem auf seinen Weg Leute begegnen. Das Drama war nicht Dreh- und Angelpunkt, viel mehr ging es um das Reisen an sich. Im Kern war die Serie ganz friedlich. Was JudgeHolden gemacht hat war, seine Version der Geschichte zu erzählen. Mit dem vorhandenen Material etwas eigenes zu schaffen. Alles für seine Geschichte unnötige Material zu ignorieren und auf einen gewählten Kern zu reduzieren. Kein Crossover, keine 1zu1 Nacherzählung, kein fanfic. Ein überspitzter Blickwinkel auf die selben Geschehnisse. Ich wurde getäuscht, aber im positiven Sinne.

Story in AMVs sollte und kann nicht identisch zum Anime sein. Nicht jeder Nebenstrang im Anime ist wichtig um das Grundkonzept zu verstehen. 8 Stunden Anime lassen sich nicht mal eben auf 3 Minuten runterbrechen/beschleunigen, ohne dabei den Zuschauer zu überfordern/verlieren. Wer eine interessante Geschichte erzählen will muss Abstriche machen. Oft hilft es schon, sich auf wenige Charaktäre zu beschränken. Nicht beat-by-beat, sondern die großen Ideen herausarbeiten, wie z.B.:

„Hey, diese Abschnitte im Anime sind total anders. Warum sieht das nur keiner? Ich werde einfach ein AMV darüber machen und es allen zeigen.“ (inb4 Sasuke x Naruto + Linkin Park) 

Heute würde ich sagen, dass Daughter Of The Gun mich geprägt hat. Inzwischen mag ich es sehr, selber Geschichten mit einem leichten Twist nachzuerzählen. Den Anime in einem anderen Licht/einer anderen Stimmung darzustellen und so im Idealfall Leute dafür zu begeistern, die der Serie ansonsten keine Chance geben würden (ob mir das immer gelingt sein mal dahin gestellt). Kino’s Journey ist ein guter Anime. Kino: Daughter Of The Gun ist ein hervorragendes AMV! Ich hoffe, ihr werdet gefallen an beidem finden.

Video: Kino: Daughter Of The Gun
Editor: JudgeHolden
Anime: Kino’s Journey: The Beautiful World
Song: Bon Jovi – Wanted, Dead Or Alive
Links: animemusicvideos.org

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